Wie wandelt man raw in jpg um?

Bevor man raw-Dateien in jpg-Dateien umwandelt, sollten verschiedene Nachteile klar sein.
Grundsätzlich ist eine Umwandlung von raw-Dateien in jpg-Dateien mit Datenverlust behaftet. Raw-Dateien liegen meist in einer Farbtiefe von 12- – 16-bit vor. JPG-Dateien haben aber nur eine Farbtiefe von 8-bit. Um nicht zu viele Detailinformationen des Bildes zu verlieren, sollte man bei der Umwandlung der Dateien die maximale Qualität wählen. Dies bedeutet minimale Kompression. Der Größenunterschied zwischen maximaler Qualität und maximaler Kompression ist allerdings nicht sehr groß.

Umwandlung von jpg-Dateien unter Linux

Zur Umwandlung von raw-Dateien nach jpg-Dateien muss man bei allen Linuxvarianten, die von Debian abstammen, ufraw aus den Paketquellen installieren. Danach können die Bilder in jedem Bildbetrachter zum Beispiel gthumb oder F-Spot angeschaut und konvertiert werden. Welcher Bildbetrachter infrage kommt, hängt auf der einen Seite vom verwendeten Desktop, Gnome oder KDE, ab, auf der anderen Seite von den persönlichen Präferenzen. Beide Programme stehen in den Paketquellen zur Verfügung. Wenn man die Bilder auch bearbeiten möchte, so empfehlen sich GIMP, RAWTHERAPEE und Darktable als Bearbeitungsprogramme.
Darktable lehnt sich stark an Adobes Lightroom an. Darktable muss man aus einer Fremdquelle installieren, ebenso wie RAWTHEAPEE. Gimp lässt sich aus den Paketquellen installieren. Allerdings beherrscht GIMP generell nur 8-bit Farbtiefe. Dies gilt auch für die raw-Dateien.

Umwandlung von raw-Dateien unter Windows

Für Windows gibt es viele Freewareprogramme zum Beispiel Irfanview, die raw-Dateien lesen und konvertieren können. Zur Anzeige und zum Bearbeiten von raw-Dateien benötigt Irfanview die Irfanview-Plugins. Ein Vorteil von Irfanview ist, dass man es durch alle Photoshop-Filter und Erweiterungen erweitern kann. Des Weiteren unterstützt Irfanview die volle Farbtiefe von raw-Dateien. Als weitere kostenlose Alternative steht auch unter Windows GIMP zur Verfügung. Auch hier gilt die Einschränkung, dass Gimp nur 8-bit Farbtiefe beherrscht.
Als kostenpflichtige Alternativen besonders für ambitionierte Fotografen bieten sich die Photoshop-Varianten an. Dabei wendet sich Photoshop-Elements eher an Menschen, die ein einfach zu bedienendes Rundum-sorglos-glücklich-Paket suchen. Mit Photoshop-Elements kann der Benutzer die Dateien umwandeln, bearbeiten, ordnen und katalogisieren. Photoshop ist dann für den professionellen Anwender gedacht, der neben der Umwandlung von Dateien auch alle Bearbeitungsmöglichkeiten benötigt.

Für Fotografen, die nicht unbedingt die allerneuste Programmversion benötigen oder die Geld sparen möchten, bietet es sich an nach der Vorgängerversion des aktuellen Programms zu suchen. Diese Programmversionen sind meist ausgereift und stabil. Vielleicht fehlt die eine oder andere Programmfunktion, aber ob man die wirklich benötigt, ist in den meisten Fällen fraglich.

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